"Das Werk dieser Erzählerin und Chronistin ist von großer Relevanz für die deutschsprachige Literatur" Der Jean-Paul-Preis 2021 geht an Barbara Honigmann

Barbara Honigmann (c) Peter-Andreas Hassiepen

Barbara Honigmann erhält den Jean-Paul-Preis 2021.

Aus der Jurybegründung: „Barbara Honigmann erzählt in ihren Büchern oft von Menschen, die die Erfahrung machen müssen, beständig auf Ablehnung zu stoßen. Das gilt im Fall der Eltern, die in der DDR aufgrund ihres Aufenthaltes in Großbritannien als die falschen Emigranten galten. Das gilt ebenso im Fall imaginierter Figuren. Barbara Honigmanns unaufgeregt leise, manchmal fast karg und gleichzeitig eindringliche Erzählweise verdeckt nie den Untergrund ihres literarischen Werkes: die Erfahrungen, die mit der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch die Deutschen verbunden sind, aber auch das wenig beachtete jüdischen Leben in der DDR. Das Werk dieser Erzählerin und Chronistin ist von großer Relevanz für die deutschsprachige Literatur.“

Der Jean-Paul-Preis des Freistaates Bayern ist mit 15.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre, in diesem Jahr zum 20. Mal, verliehen. Der Freistaat würdigt damit das literarische Gesamtwerk einer deutschsprachigen Schriftstellerin bzw. eines deutschsprachigen Schriftstellers. Die Verleihung soll voraussichtlich im Dezember stattfinden, soweit das pandemische Geschehen es zulässt.  Unter den bisherigen Preisträgern waren Friedrich Dürrenmatt, Botho Strauß, Horst Bienek, Hermann Lenz, Günter de Bruyn, Brigitte Kronauer, Petra Morsbach, Gerhard Roth und Alexander Kluge und Ursula Krechel. Der Jury gehören derzeit an: Dr. Katrin Lange, Niels Beintker, Thomas Geiger, Dr. Holger Pils und Prof. Dr. Stephanie Waldow.

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