Jährlich an eine Düsseldorfer Institution verliehen, die sich in besonderer Weise um Lesen, Literatur und Buch bei Kindern und Jugendlichen bemüht Der LeseFörderPreis des Düsseldorfer Buchhandels geht an die Initiative Poesiepause

In einer kurzen, pandemiegerechten Zeremonie wurde der LeseFörderPreis des Düsseldorfer Buchhandels vom Vorsitzenden des Bucherbummel auf der Kö e.V., Dr.  Jürgen Kron, an Thomas Bauerle, Konrektor der Werner-von-Siemens-Realschule, und Ellen Mülders vom zakk übergeben.

v.l. Ellen Mülders, Thomas Bauerle, Jürgen Kron (c) Uwe Schaffmeister

Jährlich verleiht der Trägerverein des Bücherbummels den LeseFörderPreis an eine Düsseldorfer Institution, die sich in besonderer Weise um Lesen, Literatur und Buch bei Kindern und Jugendlichen bemüht. In diesem Jahr gingen die Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 1000 EUR an die Initiative Poesiepause* mit dem Projektpartner Werner-von-Siemens-Realschule.

Eine Poesiepause stört den regulären Unterricht, bewusst verursacht und organisiert mit der Schule. Konrektor Thomas Bauerle umreißt den Ansatz so: „Wir möchten der naturwissenschaftlichen Ausrichtung unserer Schule einen Kontrapunkt entgegenstellen und forcieren die Kooperation mit den Kulturanbietern in der Stadt. Wir fördern vor allem im Fach Deutsch die Auseinandersetzung mit Literatur bzw. mit Sprache als Kunst. Die Jugendlichen sollen den kreativen Umgang mit Sprache erleben und einüben.“

Bedingt durch die Pandemie musste der Bücherbummel und damit die Übergabe des Preises auf der Kö in diesem Jahr ausfallen. Jetzt ist es gelungen, die Urkunde und das Preisgeld in einem kleinen Festakt auf dem Schulhof an die Schüler*innen und die Initiatoren zu überreichen. Mit dabei Dr. Jürgen Kron und Dorothea Düsedau vom Bücherbummel auf der Kö. Jürgen Kron stellte besonders den Wert von Poesie in den Mittelpunkt seiner Würdigung: „Poesie ist die beste Medizin gegen Langeweile, gegen Denkfaulheit und auch gegen Weihnachten ohne Großeltern und Neujahr ohne Böllern. Daher unterstützt der Bücherbummel auf der Kö e.V. sehr gerne die Poesiepause. 10 Minuten Poesie – das ist wie eine Impfung fürs Gehirn und wir hoffen, dass es wirkt und viele zum Weiterlesen und Bücherentdecken verführt.“

Poesiepausen „stören“ an einigen Schulen in Düsseldorf den Unterricht. Veranstaltet werden die Pausen vom bekannten Kulturzentrum zakk, dass sich neben vielen anderen Angeboten auch die Sprachförderung auf die Fahnen geschrieben hat. Ellen Mülders, die „Pausenbeauftrage“ des zakk: „Die Jugendlichen lernen ein breites Spektrum an Wortkunst kennen. Durch die kleine Störung des Unterrichts bekommen die Schüler*innen facettenreiche neue Eindrücke von Kultur.“

Die Teilnahme der Werner-von-Siemens Realschule an der Poesiepause geht auf eine Initiative von Sabine Köster zurück, die an der Schule als Fachschaftsvorsitzenden das Fach Deutsch vertritt.

Mit dem Preisgeld wird die Schule das Literaturangebot weiter ausbauen. Schüler*innen werden Kulturinstitute in Düsseldorf besuchen und die schuleigene Bibliothek wird durch Werke zeitgenössischer Autor*innen ergänzt.

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