Sonderpreis für Rolf-Bernhard Essig Isabella Straub erhält den Walter-Serner-Preis

Isabella Straub © rbb/Stefan Schweiger

Der Walter-Serner-Preis, vergeben vom Kulturradio vom rbb und dem Literaturhaus Berlin, geht in diesem Jahr an Isabella Straub für ihre Geschichte „Sibirien“. Sie erhält ein Preisgeld in Höhe von 4000 Euro. Einen Sonderpreis der Jury in Höhe von 1000 Euro bekommt Rolf-Bernhard Essig für den Text „Überfahren“.

Isabella Straubs Kurzgeschichte hat die Jury überzeugt, weil sie hinter einer vordergründigen Skurrilität die Glückssuche von einer modernen Unbehausten erzählt, sprachlich und formal versiert, in einem individuellen, sehr literarischen Ton. Bei Rolf-Bernhard Essigs „Überfahren“ war die Jury begeistert vom Witz und Humor der Kurzgeschichte, die im überzeugenden Berliner Dialekt geschrieben ist und sprachmächtig einen jungen Simulanten porträtiert.

Isabella Straub wurde 1968 in Wien geboren und lebt in Klagenfurt. Sie hat Germanistik und Philosophie studiert, als Journalistin und Werbetexterin gearbeitet und veröffentlichte 2013 ihr literarisches Debut, den Roman Südbalkon (Blumenbar Verlag), für den sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Seither erschienen zwei weitere Romane: Das Fest des Windrads (2015) und Wer hier schlief (2017).

Rolf-Bernhard Essig wurde 1963 in Hamburg geboren und lebt in Bamberg. Er arbeitet u. a. als Autor, Dozent und Entertainer und hat zahlreiche Sachbücher geschrieben, zuletzt Ich kenn doch meine Pappenheimer. Wunderbare Geschichten hinter sprichwörtlichen Orten (Duden 2018).

In diesem Jahr gingen rund 520 gültige Bewerbungen für den Walter-Serner-Preis ein. Gesucht wurden unveröffentlichte Kurzgeschichten, die in der erzählerischen Tradition von Walter Serner sprachmächtig und scharfsinnig von Hochstaplern berichten. Kulturradio vom rbb und das Literaturhaus Berlin vergeben den Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, jährlich.

Gastjuror 2018 war der Schriftsteller André Kubiczek, der auch die Laudatio auf die Preisträger halten wird. Der Preis wird am 10. Dezember  im Literaturhaus Berlin verliehen. In der Jury waren außerdem Sonja Longolius und Janika Gelinek, die Leiterinnen des Literaturhauses, sowie Nadine Kreuzahler (rbb) und Anne-Dore Krohn (Kulturradio vom rbb).

Am Samstag, dem 15. Dezember, sendet Kulturradio vom rbb Auszüge der Siegertexte und der Laudatio von André Kubiczek in der Sendereihe „Kulturtermin Literatur“ um 19.04 Uhr.

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