Die Kampagne will Debatten anstoßen und die Branche politisieren #verlagegegenrechts auf der Leipziger Buchmesse

Die Initiative #verlagegegenrechts ist auf der Leipziger Buchmesse 2020 wieder mit einem reich gefüllten Veranstaltungsprogramm mit insgesamt zwölf Gesprächsrunden vertreten.

„Uns interessiert die Frage, wie können wir als Kulturschaffende auf das Erstarken rechter Akteure reagieren? Was sind unsere Handlungsmöglichkeiten? Knapp 50 Diskussionspartner*innen unterstützen in diesem Jahr unser Programm. Ihre Bereitschaft, zu diskutieren und zu einer politischen Messe beizutragen, ist großartig“, sagt die Culturbooks-Verlegerin und Autorin Zoë Beck.

Am Messefreitag fragen die Politikerin Katja Kipping, die Journalistin und Autorin Susanne Mayer und der Politikwissenschaftler Kolja Möller, wie auf die verstärkte Infragestellung der Demokratie reagiert werden kann. Am Samstag diskutieren der Schriftsteller Ingo Schulze, die Filmemacherin Ute Adamczewski und der Programmchef der DOK Leipzig Ralph Eue über die Frage, wie neutral das Dokumentieren rechtsradikalen Gedankenguts sein kann und soll. Weitere Veranstaltungsthemen sind etwa die verdrängte NSU-Gefahr, Antisemitismus in Schulen, die Veränderung der Sprache und der zähe Kampf für Klimagerechtigkeit.

Erstmalig wird #verlagegegenrechts auch in Halle vertreten sein, die Abendveranstaltung unter dem Titel „Räume extrem rechter Radikalisierung“ ist eine Kooperation mit dem Verein miteinander e.V.

#verlagegegenrechts ist ein Aktionsbündnis, das von Verleger*innen, Verlagsmitarbeiter*innen, Autor*innen, Übersetzer*innen und anderen Akteur*innen der Buchbranche getragen wird. Zur Leipziger Buchmesse 2018 hatten sich über 80 Verlage und mehr als 200 Einzelpersonen und Initiativen dem Bündnis in Form eines gemeinsamen Statements angeschlossen, die Liste der Unterstützer*innen wächst seitdem beständig an.

Die Kampagne #verlagegegenrechts will in die Buchbranche wirken, Debatten anstoßen und die Branche politisieren.

Kommentare (1)
  1. „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus‘ Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus!'“

    Ignazio Silone (1900 – 1978)

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