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Ein Ergebnis der von Hugendubel in Auftrag gegebenen forsa-Umfrage: Jeder sechste Jugendliche liest die letzte Seite eines Buches zuerst

Jeder sechste Jugendliche unter 19 Jahren (15 Prozent) liest zuerst die letzte Seite eines Buches, weil er neugierig ist und erfahren will, wie das Buch endet. Leser über 60 Jahren verspüren diese Lust nur selten (9 Prozent).

So lautet ein Ergebnis der von der Buchhandlung Hugendubel in Auftrag gegebenen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa zum Leseverhalten der Deutschen.

Gefragt waren aber vor allem die Informationsquellen, anhand derer Leser ihre Bücher auswählen. Die Deutschen orientieren sich dabei viel stärker an Rezensionen in Zeitungen und Zeitschriften als an Büchersendungen im Fernsehen. Am wichtigsten sind aber die Empfehlungen von Freunden und das Stöbern in der Buchhandlung.

Nur knapp jeder dritte der insgesamt 1.005 Befragten ab 14 Jahren gab an, über Literatursendungen im Fernsehen auf seine Lektüre aufmerksam zu werden (31 Prozent). Dagegen informieren sich 43 Prozent durch Buchrezensionen in Zeitungen und Zeitschriften.

Noch deutlicher fallen die Unterschiede bei den jüngeren Lesern zwischen 14 und 29 Jahren aus: 37 Prozent von ihnen lassen sich durch Buchrezensionen in Zeitungen und Zeitschriften inspirieren und nur 22 Prozent über das Fernsehen. Unter den Befragten, die regelmäßig ein Buch lesen, gab sogar die Hälfte (49 Prozent) an, dass ihnen Buchbesprechungen als Informationsquelle dienen, während sich nur 34 Prozent über das Fernsehen informieren.

Die mit Abstand wichtigste Informationsquelle stellen allerdings die Empfehlungen von Freunden und Bekannten dar: 76 Prozent der Leser ab 14 Jahren werden durch sie auf Bücher aufmerksam. Ebenfalls sehr beliebt ist das Stöbern in der Buchhandlung. Zwei Drittel der Deutschen besorgen sich ihren Lesestoff auf diese Art. Deutlich weniger Leser lassen sich von Bestsellerlisten (37 Prozent), der Werbung des Buchhandels (28 Prozent) oder Kritiken im Internet (22 Prozent) inspirieren.

Die Empfehlungen eines Buchhändlers spielen vor allem für Vielleser eine wichtige Rolle: 28 Prozent von ihnen lassen sich von ihnen beraten, während es bei den Weniglesern nur 17 Prozent sind. Fast jeder Vierte über 60 Jahren nutzt regelmäßig die Beratung in der Buchhandlung (23 Prozent).

Für die jüngere Generation spielt das Internet eine deutlich größere Rolle. Während 22 Prozent aller Befragten das neue Medium als wichtige Informationsquelle beim Buchkauf ansehen, sind es in der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen 36 Prozent. Empfehlungen und Kritiken im Internet sind damit für sie weitaus bedeutsamer als Bestsellerlisten, Werbung in Buchhandlungen, Literatursendungen und die Beratung von Buchhändlern. Ganz anders ist es bei den älteren Lesern: Nicht einmal jeder Zehnte über 60 Jahren wählt seine Bücher anhand von Kritiken aus dem Internet aus (8 Prozent).

In der Umfrage wurden die Teilnehmer auch zum Umgang mit ausgelesenen Büchern befragt. Das Ergebnis: Für die meisten Deutschen haben Bücher einen besonderen Wert und sind nicht bloß Gebrauchsgegenstände. Die wenigsten möchten sich nach dem Lesen von ihren Büchern trennen, über 90 Prozent der Befragten in allen Altersgruppen bewahren sie auf. Dagegen nutzen nur 9 Prozent meistens oder gelegentlich die vielfältigen Möglichkeiten zum Verkauf von Büchern, zum Beispiel über das Internet, 91 Prozent tun das selten oder nie. Lediglich vier Prozent gaben an, dass sie Bücher nach dem Lesen wegwerfen.

Wie häufig die Deutschen überhaupt zum Buch greifen, wollte Hugendubel ebenfalls wissen. Während zwei von drei Frauen angaben, regelmäßig oder zumindest gelegentlich ein Buch zu lesen (66 Prozent), stimmte bei dieser Frage nur die Hälfte aller Männer zu (51 Prozent). Fast jeder dritte Mann liest überhaupt nicht (28 Prozent), fast doppelt so viele wie bei den Frauen (15 Prozent).

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