Boykottaufrufe gegen neues Buch von Roland E. Koch

Da braut sich was zusammen: Roland E. Kochs neuer Roman Dinge, die ich von ihm weiß (Dittrich) mißfällt den Kirchenoberen.

Im Roman geht es um den legendären Kardinal Clemens August von Galen, der sich in der Nazizeit aktiv gegen die braunen Machthaber stellt. Koch erzählt in seinem Buch von einem (fiktiven) Verhältnis von Galens mit seiner Haushälterin, für Koch ein literarischer Kunstgriff, um sich dem Helden seines Buches auf sehr menschlicher Ebene zu nähern.

Während Buchhändler und Rezensenten begeistert sind, macht die Katholische Kirche Front gegen das Werk. Buchhändler werden aufgefordert, das Buch zu boykottieren und den Autor nicht zu Lesungen einzuladen.

Inzwischen hat der Skandal auch die BILD-Zeitung erreicht, die den Münsteraner Bischof Felix Genn zitiert: „Wenn Sie können, kaufen Sie solche Bücher nicht“, ließ er in einer Presseerklärung verlauten. Auch der WDR hat das Thema schon aufgriffen: Eine Münsteraner Buchhändlerin gibt dem Radioreporter zu Protokoll, daß sie durch eine Lesung nun Boykotte der Buchhandlung befürchte, aber: „Jeder soll selbst entscheiden, was er lesen möchte.“

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