Dotiert mit insgesamt 68.000 Euro Berliner Verlagspreis 2022 geht an avant-verlag, Ciconia Ciconia und Elfenbein Verlag

Heute Mittag wurde im Deutschen Theater der diesjährige Berliner Verlagspreis  verliehen. Der mit 35.000 Euro dotierte Große Berliner Verlagspreis ging an den avant-verlag. Die zwei mit jeweils 15.000 dotierten Berliner Verlagspreise erhielten Ciconia Ciconia und der Elfenbein Verlag. Ebenfalls nominiert für den Berliner Verlagspreis 2022 waren die Verlage Assoziation A, eta Verlag und Kanon Verlag, sie erhielten jeweils eine Anerkennung in Höhe von 1.000 Euro.

Ausgezeichnete Verleger: Ingo Držečnik (Elfenbein), Johann Ulrich (avant), Wladimir Velminski (Ciconia Ciconia) © Schirin Moaiyeri

„Der Berliner avant-verlag wird mit seinen Veröffentlichungen und seinem Programm auch international seit vielen Jahren für das Besondere, Anspruchsvolle, Künstlerische und Eigene in der Welt der Graphic Novels und Comics wahrgenommen und geschätzt. Persönliche und politische Geschichten, historische und gegenwärtige Geschichten, Künstler*innen mit eigener Bildersprache, der Mut und die Freude an Neuem, die erkennbare Lust an der Innovation und dem Kreativen, die Auswahl der Titel, die langjährige Zusammenarbeit mit Autor*innen, sind für uns augenfällige Merkmale der auszeichnungswürdigen verlegerischen Arbeit dieses Verlags“, so Jurymitglied Olivia Wenzel in ihrer Laudatio auf den avant-verlag.

„Mit der gemeinsamen Auslobung des Berliner Verlagspreises wird die Bedeutung des Kultur- und Wirtschaftsguts Buch und die der Verlagsstadt Berlin noch einmal unterstrichen“, betonte Kultursenator Klaus Lederer in seinem Grußwort. Mit rund 10.000 Neuerscheinungen im Jahr sei Berlin auch eine Art Buchhauptstadt.

„Wir spüren die Liebe der Verlegerinnen und Verleger zum anspruchsvollen und aufwändig gestalteten Buch“, so Wirtschaftssenator Stephan Schwarz. „Damit führen uns die Ausgezeichneten nicht auf ausgetretene Pfade, sondern zeigen uns immer wieder neue, spannende verlegerische Wege. Wir profitieren davon im Sinne intellektueller Vielfalt – jenseits von Bestsellerlisten und marktgängigen Formaten. Dafür kann ich nur meine Hochachtung aussprechen.“

Der diesjährigen Jury gehörten an: Cornelia Geißler (Kulturredakteurin der Berliner Zeitung), Volker Heller (Vorstand und Generaldirektor der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin), Manja Hellpap (Gestalterin bei typografie.berlin), Christian Ruzicska (Secession Verlag, Großer Berliner Verlagspreis 2021), Nina Wehner (Inhaberin der Buchhandlung Die Buchkönigin) und Olivia Wenzel (Autorin).

Der mit insgesamt 68.000 Euro dotierte Berliner Verlagspreis wird seit 2018 von den Berliner Senatsverwaltungen für Kultur und Europa sowie für Wirtschaft, Energie und Betriebe gemeinsam vergeben. Das Projektmanagement liegt beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. Für den Preis konnten sich vom 2. Mai bis zum 2. Juli 2022 alle Verlage mit einem Jahresumsatz von bis zu zwei Millionen Euro und einem Berliner Firmensitz bewerben. Von der Vergabe ausgeschlossen sind Verlage, die sich mehrheitlich im Besitz einer größeren Verlagsgruppe befinden – sofern diese mehr als zwei Millionen Euro Gesamtumsatz erwirtschaftet. 2021 wurden der Secession Verlag, der Verlag Das Kulturelle Gedächtnis und das Verlagshaus Jacoby & Stuart ausgezeichnet.

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