Dotiert mit 35.000 Euro Die Shortlist zum Internationalen Literaturpreis 2021 steht

Die Jury hat sechs Bücher, ihre Autor*innen und Übersetzer*innen für die Shortlist zum 13. Internationalen Literaturpreis nominiert. Heute Abend wurden die ausgezeichneten Titel auf dem Instagram-Kanal der Berliner Buchhandlung ocelot bekannt gegeben. Die Nominierten sind:

  • Fatima Daas, Die jüngste Tochter, aus dem Französischen von Sina de Malafosse (Claassen, 2021)
  • Jonas Eika, Nach der Sonne, aus dem Dänischen von Ursel Allenstein (Hanser Berlin, 2020)
  • Fang Fang, Weiches Begräbnis, aus dem Chinesischen von Michael Kahn-Ackermann (Hoffmann & Campe, 2021)
  • Ava Farmehri, Im düstern Wald werden unsre Leiber hängen, aus dem Englischen von Sonja Finck (Edition Nautilus, 2020)
  • Nastassja Martin, An das Wilde glauben, aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer (Matthes & Seitz, 2021)
  • Jenny Offill, Wetter, aus dem Englischen von Melanie Walz (Piper, 2021)
Die Jury: Michael Götting, Dominique Haensell, Annika Reich, Verena Luecken, Elisabeth Ruge, Heike Geißler, Robin Detje | Foto: HKW

Die Begründung der Jury: „Eine Shortlist, die die neuen Stimmen einer internationalen Literatur auszeichnet, in der sich die Grenzen zwischen Ich und Welt im dezentrierten Dasein des Globalen mit zunehmender Geschwindigkeit verschieben. Sechs Bücher, die im Alltäglichen nach unseren tiefsten Ängsten schürfen, die sich mutig weigern zu vergessen, die unsere von Technologie und Kapitalismus durchtränkten Beziehungen sondieren und Identitäten zu vereinen suchen, die unvereinbar scheinen. Wuhan, New York, Cancún und Kopenhagen, die Pariser Banlieues, Teheran, die Wüste Nevadas und Sibirien sind Schauplätze dieser literarischen Welt, deren eigenwillige Widerständigkeit unsere gegenwärtigste Gegenwart aufruft.“

In einem Video zur Shortlist präsentieren die Schauspieler*innen Niels Bormann, Zeynep Bozbay, Banafshe Hourmazdi, Tina Pfurr, Benjamin Radjaipour und Irina Sulaver die nominierten Bücher und nutzen dabei das Haus der Kulturen der Welt als ihre Lesebühne.

Die Bekanntgabe des Preisträger*innen-Duos erfolgt im Rahmen der Preisverleihung am 30. Juni 2021 auf der Dachterrasse des Hauses der Kulturen der Welt.

Seit 2009 verleihen das Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen den Internationalen Literaturpreis für Gegenwartsliteraturen in deutscher Erstübersetzung. Mit 20.000 Euro für Autor*in und 15.000 Euro für Übersetzer*in würdigt der Preis somit nicht nur herausragende aktuelle Stimmen der internationalen Erzählliteratur, sondern zeichnet insbesondere die Allianz von Autor*in und Übersetzer*in aus. Für die Nominierung zur Shortlist erhalten alle anderen Autor*innen und Übersetzer*innen jeweils 1.000 Euro.

 

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