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amazon.com: Prämie für Kunden, die Barcodes in stationären Laden scannen und dann bei Amazon bestellen

In den USA verschärft sich die Situation zwischen stationären Handel und den Internetanbietern, berichtet der Online-Informationsdienst Channel Partner (CP). Hauptprotagonist ist Amazon.

Amazon hat pünktlich vor Weihnachten einen Dienst gestartet, der in den USA schon seit Tagen für Aufregung sorgt. Und der funktioniert so: Kunden, die im stationären Handel shoppen gehen, können mit Hilfe einer kostenlosen Amazon-App den Barcode auf der Produktverpackung auf ihrem Smartphone fotografieren. Im Gegenzug bekommt der Kaufwillige in Sekundenschnelle nicht nur den Amazon-Vergleichspreis eingeblendet. Außerdem bekommt er noch bis zu fünf Dollar gutgeschrieben, sofern er den Laden mit leeren Händen verlässt und stattdessen bei Amazon Waren im Wert von über 100 Dollar bestellt.

Für Amazon rechnet sich dieser „Service“ gleich zweimal, so CP in seiner zutreffenden Analyse:

1. Im besten Fall lässt der Kunde das Produkt tatsächlich im Laden stehen und bestellt es – weil günstiger und verfügbar – sofort via Smartphone online. Alle notwendigen Daten zum Wunschprodukt hat der Käufer ja bereits übermittelt, es ist nur noch der patentierte 1-Click-Knopf in der Amazon-App zu drücken.

2. Amazon ist durch die freiwillige Barcode-Scannerei immer im Bilde, welche Preise für welches Produkt “da draußen” augenblicklich aufgerufen werden. Bei Bedarf passt Amazon den Preis sofort an. Somit ist sichergestellt, dass Punkt 1 wiederum möglichst oft greift.“

Das gehe weit über den bisher bekannten „Beratungsdiebstahl“ hinaus, kritisiert der Dienst.

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