Berlin Verlag Arno Spitz an Claus Michaletz verkauft

Mit Wirkung zum 01.01.2001 wurde der Berlin Verlag Arno Spitz, an dem zu 75 % die Nomos Verlagsgesellschaft und zu 25 % deren Geschäftsführer, Dr. Volker Schwarz, beteiligt war, an Claus Michaletz verkauft. Der Berlin Verlag Arno Spitz wurde 1962 unmittelbar nach dem Mauerbau durch den Verleger gleichen Namens gegründet mit der Intention, wissenschaftliche Literatur zum Systemvergleich zwischen Ost und West zu veröffentlichen. Die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit und die Folgen der Demokratisierung in den mittel- und osteuropäischen Staaten wurden Schwerpunkte des Verlagsprogramms. Seit 1992 war die Nomos Verlagsgesellschaft Hauptgesellschafter und erweiterte das Programm auf den Gebieten Recht, Wirtschaft, Politik und Geschichte. Insbesondere die Zusammenarbeit mit den Berliner Hochschulen und den Universitäten der neuen Bundesländer führte zu praxisnahen Veröffentlichungen in den Kernbereichen Staat und Gesellschaft. Ein neuer Schwerpunkt wurde auf dem Gebiet der preußischen und brandenburgischen sowie der Berliner Stadtgeschichte angelegt. Die Zusammenarbeit mit der Historischen Kommission zu Berlin und dem Berliner Landesarchiv u.a. ist die Ausgangsbasis für weitere geschichtswissenschaftliche Publikationen. Mit der Übernahme verbindet Claus Michaletz, ehemaliger Sprecher der Geschäftsführung des wissenschaftlichen Springer Verlags, die Absicht, „sein internationales Renommee dem Unternehmen zur Verfügung zu stellen“. Damit soll das wissenschaftliche Publikationsprogramm weiter ausgebaut werden. Die Backlist von ca. 1200 Titeln ist die Basis für das Programm, das neben den Printmedien auch Offline- und Online-Angebote entwickeln wird.

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