Plagiat-Skandal? Der Bestseller „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ sei laut Schweizer Fernsehen abgeschrieben

Durch die Kultursendung „B-Magazin“ des Schweizer Fernsehens am vergangenen Sonntag gerät der Autor Eric-Emmanuel Schmitt und sein Verleger Egon Ammann unter Druck.

Begonnen hat es mit der Zeitschrift „Die Weltwoche“. Laut „B-Magazin“ seien die ersten „ernstzunehmenden Hinweise“ für ‚ein dreister geistiger Diebstahl‘ im Artikel der besagten Zeitschrift auszumachen gewesen. Der bestohlene Schriftsteller hieße Emile Ajar (alias Romain Gary), ein 1980 verstorbener Franzose. Das „B-Magazin“ sei auf der ‚Spur eines Literatur-Skandals‘.

Unter anderem wurden in der Sendung die Literaturkritikerin Iris Radisch und der Schriftsteller Said befragt. Beide zeigten sich fest überzeugt, dass zuviel Ähnlichkeiten zwischen den beiden Büchern bestünden. Das könne kein Zufall sein. Beide Bücher wurden verfilmt, wobei der von Schmitt erst in die Kinos kommt. Die Sendung zeigte aus beiden Filmen Ausschnitte, die sehr ähnlich sind. Szenen, Straßennamen, Örtlichkeiten wie Namen sind sich verdächtig ähnlich.

Das „B-Magazin“ befragte auch den Autor. Dieser bestritt eine bewußte Absicht, und auf die konkrete Frage „Schuldig oder unschuldig“ sagte er schlicht und einfach: „Kein Kommentar“, hob die Teetasse und schlürfte mit einem viel- oder nichtssagenden Lächeln.

Verleger Egon Ammann steht vor der Kamera voll und ganz hinter seinem Erfolgsautoren. Dass Prostituierte einem sympathischen Jungen ihre Dienste gratis anbieten, könne doch durchaus vorkommen, ohne dass man von einem Plagiat reden müsse, sagte er.

Urs Heinz Aerni

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