Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Dieses Buch muss man lesen, um etwas vom Unbegreiflichen zu wissen“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Als die Liebe gehärtet wurde“: David Grossmann erzählt vom generationen-überspannenden Leid totalitaristischer Willkür. „Was David Grossmann mit diesem Buch leistet, entzieht sich der Beschreibung in Worten (…). Man muss Was Nina wusste lesen, um etwas vom Unbegreiflichen zu wissen.“
    David Grossmann, Was Nina wusste (Hanser)
  • „Heuer alles schiacher“: Lisa Eckharts Roman Omama ist eine ambitionierte Geschichte über Großmutter Helga, die in der österreichischen Provinz aufwächst. „Aber selbst wer in dieser Zeit eine vermientlich tröstliche Klarheit zu erkennen glaubt, muss von der Geschwätzigkeit und beharrlich nach Effekten heischenden Erzählung spätestens im letzten Teil (…) genug haben.“
    Lisa Eckhart, Omama (Zsolnay)
  • „Ein Frédéric im Banne von Friedrichen“: Perla ist der Auftakt einer Trilogie autofiktionaler Bücher, die in Frankreich von 2007 an erschienen ist. Brun hat sich leider oft „für das Rasche, Allgemeine, Evidente entschieden, statt über das Konkrete aufschlussreich, persönlich und literarisch zu schreiben“.
    Frédéric Brun, Perla (Faber & Faber)

  • „Euphorische Männlichkeit“: Linus Giese erzählt, wie er sich als trans Mann outete. „Giese hat sich mit dem Buch viel vorgenommen. Er will anderen trans Menschen Mut machen und ein Vorbild sein, zugleich richtet er sich an ein Publikum, das mit Begriffen wie trans, cis oder Geschlechtsidentität nicht viel anfangen kann.“
    Linus Giese, Ich bin Linus. Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war (Rowohlt)
  • „Die Höhle der Sehnsucht“: Thilo Krauses poetischer Roman aus dem sächsischen Grenzgebirge ist „eine ästhetische Gratwanderung, ohne die üblichen Absicherungen“. „Ungewöhnlich und riskant ist in diesem bemerkenswerten Roman, wie dabei politische und subjektiv-emotionale Stränge miteinander verknüpft werden.“
    Thilo Krause, Elbwärts (Hanser)

  • „Alle müssen bezahlen“: Steph Cha erzählt von einem wahren Fall und den Verletzungen, die der Rassismus hinterlässt. „Einzelne Formulierungen des Romans sind etwas angegriffen und klischeehaft, die Übersetzung mag ihren Teil daran haben. Aber er ist komplex, durchdacht, die Familiengeschichten geschickt verzahnt.“
    Steph Cha, Brandsätze (Ars Vivendi)
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