Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: Stefan Heyms „Flammender Frieden“ erstmals auf Deutsch

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Neue preußische Sachlichkeit“: In der Debatte um die Nazi-Vergangenheit der Hohenzollern mahnen konservative Historiker zu Objektivität – und keilen dann los. „In dem von Historikern und Juristen erstellten Band überlagern sich – wie in der Debatte überhaupt – grundlegende geschichtswissenschaftliche, offen geschichtspolitische und komplexe juristische Fragen zu einer inzwischen fast unübersichtlichen Melange.“

    Die Hohenzollerndebatte – Beiträge zu einem geschichtspolitischen Streit (hg. v. Frank-Lothar Kroll, Christian Hillgruber, Michael Wolffsohn; Duncker & Humblot)

 

  • „Noch im Terror kleinkariert“: Stefan Heyms Roman Flammender Frieden erscheint erstmals auf Deutsch – und erzählt aus Sicht eines jungen Deutsch-Amerikaners von den Nazis. „Stefan Heym war sich der Mängel bewusst und hat das Buch nie auf den deutschen Markt gebracht. Dennoch ist der Flammende Frieden eine Entdeckung, die den Autor in einer Frühphase zeigt, als Chronist der Ereignisse seiner Zeit. Es ist der gedruckte Höhepunkt eines editorischen Vorhabens des Verlags C. Bertelsmann zum 20. Todestag Stefan Heyms am 16. Dezember. Nun liegt eine digitale Werkausgabe in 28 Bänden vor, die länger nicht lieferbare Titel wenigstens als E-Book wieder zugänglich macht.“
    Stefan Heym, Flammender Frieden (a. d. Engl. v. Bernhard Robben; C. Bertelsmann)

 

  • „Stimme der Verlierer“: Sie nannte sich stolz eine „Rote“: Mit der spanischen Bestsellerautorin Almudena Grandes stirbt eine der bekanntesten Intellektuellen des Landes. „Almudena Grandes war großzügig mit Lob und großzügig mit Kritik. Tat sich mit Zahlen schwer. Verehrte ihre Leserinnen und auch ihre Leser, mit denen sie intensiv kommunizierte, solange sie es noch konnte. Hatte ein Herz für Außenseiter, Verlierer und Verlorene – daher wohl auch die Neigung zu Atlético. Sicher ist jedenfalls, dass sie vielen ihrer Landsleute, als Schriftstellerin und kritische Stimme in der Zeitung, unendlich fehlen wird.“
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